Corona und wir

Da sich gerade mehr oder minder freiwillig alles von zuhause abspielt, habe ich mir vorgenommen, mal wieder etwas regelmäßiger Beiträge für diesen Blog zu schreiben. Wir stecken gerade mitten in der Coronakrise und es kommt mir schon ewig her vor, dass wir nicht mehrmals täglich Nachrichten gelesen und mit dem Auto unterwegs waren.

Als Mama Anfang März sicherheitshalber nicht zu Opas Geburtstagsfeier kommen wollte, fand ich das sehr schade und auch ein kleines bisschen übertrieben. Dann aber ging alles ziemlich schnell:

6.3. - Facebook empfiehlt Homeoffice und ich freue mich riesig - ich arbeite ja sowieso gern von zuhause aus.
8.3. - Samstagsschule findet regulär statt. Unsere Massage war schon ewig gebucht und anschließend unterhalten wir uns über die vielen Fälle in China und Italien.
10.3. - Den Zahnarzttermin nehme ich war, aber meine Krone muss nicht unbedingt ersetzt werden, also warte ich lieber noch ab.
13.3. - Pädagogischer Tag und schulfrei - die Lehrer wollen sich beraten und wir hören schon seit Tagen von Schulschließungen in San Francisco und von kleineren Privatschulen.
14.3. - Die Samstagsschule schließt erst mal für die kommenden drei Samstage
16.3. - Es ist offiziell: Keine Schule zu bis 3. April! Sophia genießt die unverhofften Ferien.
24.3. - Für alle Schüler in unserem Bezirk beginnt Online-Learning - an vier Tagen die Woche und nur für drei Stunden täglich. Ich habe mittlerweile eine Erkältung mit Halsweh, Schnupfen und Gliederschmerzen. Immer wenn ich niese ruft irgendwer "Corona!".

Mittlerweile haben wir uns relativ gut eingependelt. Wir waren in den drei Wochen bisher einmal einkaufen und haben einmal Lebensmittel liefern lassen. Normalerweise lassen wir uns oft die Einkäufe bringen, aber im Moment ist es fast unmöglich, einen Liefertermin zu bekommen.

Ich war nur mit dem Auto unterwegs, um Sophia bei Kevin und ein Paket von der Post abzuholen. Das Büro unserer Wohnanlage, das sonst unsere Pakete entgegennimmt, hat zugemacht, und alles was nicht in die Schließfächer neben den Briefkästen passt, muss jetzt bei der Post abgeholt werden.

Massi und ich arbeiten von zuhause aus. Er hat den riesigen Monitor mitgebracht und benutzt jetzt meinen Schreibtisch, ich habe mir einen Stehschreibtischaufsatz und eine gemütliche Fußmatte gekauft und bin im Wohnzimmer, Sophia sitzt zum ersten Mal ordentlich an ihrem Schreibtisch (wenn auch in Schlafanzughosen).

Am glücklichsten mit der ganzen Situation ist wohl Elsa, die jetzt öfter am Tag spazieren geht und viele Streicheleinheiten und Leckerli bekommt.

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